Wer ist für eine Bruststraffung geeignet?
Personen, die durch Schwangerschaft, Stillzeit, Gewichtsschwankungen oder angeborene Faktoren eine Erschlaffung der Brust erfahren, sind geeignete Kandidatinnen für eine Bruststraffung.
Schwangerschaft, Stillzeit, Gewichtszunahme und -abnahme sowie Alterung können zu einem Absinken der Brust führen. Solche deutlichen Volumenveränderungen können Frauen unzufrieden machen. Die Bruststraffung ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem erschlaffte Brüste wieder angehoben und geformt werden.
Eine Bruststraffung kann bei strukturell hängenden Brüsten, bei großen und erschlafften Brüsten, nach Volumenverlust durch Schwangerschaft und Stillzeit, nach starkem Gewichtsverlust oder bei altersbedingtem Absinken der Brust durchgeführt werden.
Patientin und Chirurg entscheiden gemeinsam über das Vorgehen, mit dem das bestmögliche Ergebnis erzielt werden kann. Brustwarze und abgesunkenes Brustgewebe werden neu geformt, die Brustwarze wird an die passende Position verlagert und überschüssige Haut wird entfernt.
Eine Bruststraffung ohne jegliche Narbe gibt es nicht. Je nach Ausmaß der Erschlaffung können unterschiedliche Narbenverläufe entstehen. Anfangs können diese deutlicher sichtbar sein, mit der Zeit werden sie jedoch unauffälliger.
Wenn während der Bruststraffung ein Implantat verwendet wird, kann die Narbe dezent im Bereich des bräunlichen Warzenhofs und am Übergang zur helleren Brusthaut verborgen werden.
In welchem Alter kann eine Bruststraffung durchgeführt werden?
Eine Bruststraffung wird häufig bei Frauen mittleren Alters durchgeführt, die bereits entbunden haben. Sie kann auch bei jüngeren Patientinnen mit strukturell erschlafften Brüsten vorgenommen werden. Bei einer tubulären Brustdeformität, die umgangssprachlich auch als „Ziegenbrust“ bezeichnet wird, kann eine Operation bereits in sehr jungem Alter in Betracht kommen. Dabei handelt es sich um eine angeborene Veränderung, die meist im Alter von 13-14 Jahren beim Beginn der Brustentwicklung auffällt.
Was geschieht nach einer Bruststraffung?
- Die Patientin kann meist 5-6 Stunden nach dem Eingriff entlassen werden.
- Bei der Verbandskontrolle nach 2 Tagen wird die Wunde überprüft.
- In der ersten Zeit können Schwellungen und ein vorübergehendes Taubheitsgefühl an der Brustwarze auftreten.
- In der Regel kann die Patientin 3-4 Tage nach dem Eingriff wieder arbeiten.
- Nach 1 Woche wird der Verband entfernt.
- Für 6 Wochen wird ein stützender Sport-BH getragen.
- Für 3 Monate wird empfohlen, auf schwere sportliche Belastungen zu verzichten.
- Eine völlig narbenfreie Bruststraffung gibt es nicht; je nach Grad der Erschlaffung können unterschiedliche Narben entstehen. Diese werden im Laufe der Zeit zunehmend unauffälliger.